Frohe Farben - Selbst gemacht

 

Die beiden fünften Klassen durften mit Unterstützung des Elternbeirats die Bilder, die sie am traditionellen Kennenlerntag im Juli dieses Jahres gemalt hatten, in einer integrativen Collage in ihrem Klassenzimmer anbringen.

Am Ende des Schuljahres dürfen die Kinder ihre Bilder zur Erinnerung natürlich mit nach Hause nehmen.


Chancen und Risiken der Mediennutzung

Morgens aufwachen und direkt zum Handy greifen …

 

Vortrag und Workshop sensibilisieren Eltern und Schüler

für den Umgang mit Smartphone und Co

 

Die fortschreitende Digitalisierung verändert unsere Arbeits- und Lebenswelt sowie unsere Gewohnheiten nachhaltig. Welche Risiken, aber auch Chancen die Mediennutzung mit sich bringt, haben ein Workshop der fünften Klassen und ein anschließende Elternabend eindrucksvoll gezeigt. Organisiert wurden beide Ver-anstaltungen vom „Arbeitskreis Medien“, in dem seit zwei Jahren Mitglieder aus dem Elternbeirat und einige Fachlehrer intensiv zusammenarbeiten.

Im Rahmen der Chiemgauer Medienwoche konnte in diesem Fall Danilo Dietsch von „Q3  - Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer gewonnen werden.

 

Vormittags wurde mit den Schülerinnen und Schülern der fünften Klassen Tipps zu Konflikten im Netz und Informationen zu Datenschutz, Persönlichkeitsrecht und Netiquette erarbeitet. Im Rollenspiel „Inside my world“, welches auf den interaktiven Vortrag „Agieren im Netz – Wo der Spaß aufhört“ folgte, durften die Kinder verschiedene Identitäten annehmen und hatten so beispielsweise die Aufgabe, in der Rolle eines Polizisten Verbrecher in einem Chat zu entlarven und diese zu melden.  

 

„An manchen Tagen erreichen mich über 500 WhatsApp Nachrichten im Klassenchat“

 

Teilweise alarmierende Zahlen treten zu Tage, wenn Kinder im Alter von elf Jahren über ihre Erfahrungen mit Chats wie WhatsApp erzählen. So berichtete ein Schüler, dass es einer WhatsApp-Gruppe aus seiner Klasse einmal gelungen sei, in einer Stunde mehr als 350 WhatsApp-Eingänge zu „checken“ und darauf zu reagieren. Danilo Dietsch gab zu bedenken, dass laut Gesetz dieser Chatroom seit 2013 erst ab dem vollendeten 12. Lebensjahr genutzt werden darf, nachdem man das Mindestalter der Nutzer von 16 Jahren auf 13 Jahre herabgesenkt hat.   

 

 „Nur drei von 25 Schülern verwenden sichere Passwörter“

 

Beim abendlichen Vortrag wurde klar: Die Vorbildfunktion der Eltern darf beim Umgang mit modernen Medien und technischen Neuerungen nicht außer Acht gelassen werden. Aktuelle Studien - die KIM-Studie 2016 (Kindheit, Internet, Medien), miniKIM 2016 (Kleinkinder und Medien) und JIM-Studie 2017 (Jugendliche und Medien), alle herausgegeben vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest - haben ergeben, dass nicht in erster Linie Kinder und Jugendliche von sich aus ein Smartphone nutzen möchten. Es seien vor allem die Eltern, welche aus Gründen der Sicherheit und der Kontrolle ihren Kindern die Nutzung eines eigenen Smartphones ermöglichten. Wie oft und wie lange täglich Zeit für Medien verwendet werden sollte, dafür liefert die EU-Initiative www.klicksafe.de einige Richtlinien. Demnach sollte man beispielsweise Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 13 Jahren etwa 60 Minuten täglich für die Nutzung moderner Medien einräumen. Weitere Informationsseiten für Eltern sind www.surfen-ohne-risiko.de oder www.schau-hin.info. Hilfsangebote können Kinder und Jugendliche unter www.jugendschutz.net, www.kinder-sicher-im-netz.de oder www.nummergegenkummer.de finden.

 

Hier fassen wir alle Adressen noch einmal zusammen, die an diesem Abend den Eltern vorgestellt und ans Herz gelegt wurden:

 

schau-hin.info

www.kliksafe.de

www.surfen-ohne-risiko.de

www.jugendschutz.net

www.kinder-sicher-im-netz.de

www.nummergegenkummer.de

www.checkdeinpasswort.de

www.mimikama.at

Ein seit 2011 bestehender Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Internetmissbrauch, Internetbetrug und Falschmeldungen bzw. Fakes entgegen zu wirken und zu bekämpfen. Der Fokus liegt vor allem auf den sozialen Medien, wie Facebook, Twitter und WhatsApp. Useranfragen werden direkt beantwortet bzw. zugesendete Informationen und Gerüchte überprüft.

 

Alternativen zu WhatsApp:

SIMSme – Threema – Telegram – Signal

 

 

 

In seinem Workshop präsentierte Danilo Dietsch den Schülerinnen und Schülern der Unterstufe teilweise überraschende Fakten zum Medienkonsum von Kindern und Ju-gendlichen.

 

 

 

 

Das Rollenspiel "Inside My World" begei-sterte die Schülerinnen und Schüler.